Ein Beziehungsnetz schaffen
Gelegentlich haben Sie vielleicht den Eindruck, Sie hätten gar kein Beziehungsnetz. Doch müssen Sie sich dessen nur bewusst werden. Nehmen Sie ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand und schreiben Sie alle Personen auf, die Sie kennen. Sie werden angenehm überrascht sein!

Ein Beziehungsnetz schaffen

Texte intro: 
Gelegentlich haben Sie vielleicht den Eindruck, Sie hätten gar kein Beziehungsnetz. Doch müssen Sie sich dessen nur bewusst werden. Nehmen Sie ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand und schreiben Sie alle Personen auf, die Sie kennen. Sie werden angenehm überrascht sein!

Ihr direktes Umfeld

Konzentrieren Sie sich zunächst auf Ihr direktes Umfeld, Personen, mit denen Sie am einfachsten in Verbindung treten können, z. B. Eltern, Familie, Freunde, Nachbarn, private und berufliche Kontakte der Eltern (Bankberater, Pfarrer, Geschäftsleute, Zahnarzt, Politiker, Handwerker, Anwalt, Architekt, Immobilienmakler, Arzt, Yoga- oder Klavierlehrer, Coiffeur…)

Ihr Netzwerk

Erweitern Sie nach und nach Ihr Beziehungsnetz im Verlauf Ihres Studiums. Wählen Sie dafür Menschen aus unterschiedlichen Umgebungen, Nationalitäten, Berufs- und Alters­gruppen. Ein gutes oder wirksames Beziehungsnetz basiert auf einer geschickten Mischung von Kontakten, die Sie auf „strategische“ oder „spontane“ Art und Weise geknüpft haben. Träumen Sie von einer internationalen Karriere? Dann halten Sie sich von Anfang an Ihr Ziel vor Augen und wählen Sie dementsprechend bewusst die Personen, an die Sie herantreten. Vermeiden Sie ein rein lokales Netzwerk.

Plegen Sie Ihr Netzwerk

Pflegen Sie Ihre Kontakte mit Studierenden Ihrer Fachrichtung, aber auch aus anderen Bereichen, mit Austauschstudenten, Repetitoren, Dozenten und Assistenten, mit auswärtigen Rednern, dem nichtunterrichtenden Personal der Universität, mit Freunden und Trainern aus dem Sportverein, mit Ferienbekanntschaften, Kollegen aus dem ersten Praktikum …

Und erweiten Sie es ...

Nutzen Sie jede Gelegenheit, um Ihr Beziehungsgefüge zu erweitern: Essen in der Cafeteria, Lernen in der Bibliothek, Wahlfächer, Vorträge, öffentliche Verkehrsmittel, Wartesäle, Abendessen, Feiern, Freizeitbeschäftigungen …

Setzen Sie sich beim Aufbau Ihres Beziehungsnetzes keine Grenzen

Sie kennen nur wenige Facetten der Personen, mit denen Sie Kontakt haben. Diese Personen verändern sich ständig. Sie wissen nicht unbedingt, was Ihre Kontakte alles machen, wo ihre Talente liegen, welchen Hobbys sie nachgehen und was sie in zehn Jahren machen werden. So mögen Sie zum Beispiel herausfinden, dass Ihre Bankberaterin auch beim Montreux Jazz Festival Freiwillige betreut oder Ihr Arzt ein versierter Bergführer ist. Und genau wegen dieser zweiten Tätigkeit werden Sie sich an sie wenden. In gleicher Weise kann eines Tages aus einem Ihrer Kunden oder einem Dienstleister, mit dem Sie zusammenarbeiten, Ihr Arbeitgeber werden.

Achten Sie im Umgang mit Ihren Kontakten stets auf Höflichkeit und Gegenseitigkeit

Vergessen Sie nie, sich für einen Gefallen zu revanchieren. Manchmal gestaltet sich das Leben allerdings so, dass Sie nicht der Person, die Ihnen geholfen hat, eine entsprechende Gegenleistung erbringen, sondern jemand anderem. Warten Sie für den Ausbau Ihres Bekanntenkreises nicht, bis Sie selbst einmal Hilfe brauchen. Betrachten Sie Ihr Netzwerk nicht nur als reine „Zweckgemeinschaft“. Seien Sie grosszügig, nennen Sie Informationen, Adressen und Namen, geben Sie Tipps, ohne etwas dafür zu verlangen, aus reiner Hilfsbereitschaft. Früher oder später werden Sie dafür belohnt werden.

Ob man sich leicht mit anderen Menschen umgeben kann, ist häufig eine Einstellungsfrage

Seien Sie entgegenkommend, offen, neugierig, unbesorgt und vorurteilsfrei. Zeigen Sie ernsthaftes Interesse an anderen Menschen, sehen Sie diese als Inspirationsquellen und versuchen Sie, deren Werdegang, Erfolgsstrategien und Interessen nachzuvollziehen.

Erweitern Sie Ihr Beziehungsnetz ohne Hast im Laufe Ihrer Erfahrungen und Begegnungen

Lernen Sie, gute Beziehungen dauerhaft zu pflegen und auf deren Qualität zu achten – zu einem Zeitpunkt, zu dem für Sie nichts auf dem Spiel steht. So werden Sie, wenn Sie eine Frage stellen, um Rat bitten oder einen Lebenslauf jemandem aus Ihrem näheren oder weiteren Umfeld weiterleiten möchten, dies ganz natürlich tun und ebenso spontan eine Antwort erhalten. Es liegt schliesslich in der Natur des Menschen, sich wertgeschätzt zu fühlen, wenn man sich nützlich machen kann. Auch Sie selbst werden Freude daran haben, Ihre Kontakte zu teilen und Ihre Freunde mit einem Blick in Ihr Adressbuch zu unterstützen.

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Sortieren Sie Ihre Kontakte

Lesen

1. Vorläufige Kontakte
Ziel: Von Ihrem Plan erzählen, um Feedback zu erhalten.
Beginnen Sie mit Ihrem Bekanntenkreis; so können Sie üben.

2. Sondierungskontakte
Ziel: Informationen und Ratschläge einholen, um Ihr Vorhaben dem Markt anzupassen.
Sie besuchen Leute, die auf dem Gebiet arbeiten, in dem Sie Ihre berufliche Zukunft sehen.

3. Entscheidende Kontakte
Ziel: Die Person finden, die Sie anstellt.
Diese Kategorie haben Sie natürlich im Auge: Die Entscheidungsträger, die Sie zu einem Vorstellungsge­spräch einladen, weil sie entweder eine Stelle zu besetzen oder sonst ein Personalproblem haben, das Sie durch Ihr Angebot lösen können. Aber unter­schätzen Sie die beiden anderen Kategorien nicht: Sie sind eng mit der Dritten verknüpft.

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